Methode

 


 

Die Tanz- und Ausdruckstherapie ist eine integrative Körperorientierte

psychotherapeutische Methode, in der kreative Prozesse zum Tragen kommen.

 

Sie verknüpft in erster Linie Konzepte der humanistischen - und der Tiefenpsychologie

mit den neuesten Forschungsergebnissen der Hirn- und Säuglingsforschung.

 

Des weiteren baut sie auf das philosophische Menschenbild der griechischen Antike

auf, dem Hollismus, welcher die Einheit von Körper, Geist und Seele postuliert.

Demnach strebt die Tanztherapie an: Physische Spannungen abzubauen, den

Energiefluss zu harmonisieren und positive Körperempfindungen zu entfalten,

um Entsprechendes im Psychischen auszulösen.

 

 

 

 

Vorgehensweise

Eine Therapieeinheit beginnt meistens mit dem kurzen Erörtern der Befindlichkeit jeder/es
Einzelnen zur Bestimmung eines umrissenen Themas.
Im Anschluss an das körperliche und emotionale „warm up“ folgen entweder Improvisation,
Tanzgestaltung, Rollenspiel, Phantasiereise oder gezielte Themenbezogene Übungen.
Zwischen den Übungen und am Ende der Einheit werden die Erfahrungen reflektiert und
je nach Bedarf, im Kontext mit der persönlichen Lebenssituation gebracht. 

 
Gezielte Bewegungsübungen können sowohl der Stabilisierung, der Erweiterung des
Bewegungsrepertoires als auch der Aneignung von neuen Fähigkeiten dienen.

Die
Bewegungsanalyse nach Laban dient sowohl der Diagnostik, als auch der Erweiterung
des Bewegungsrepertoires.

Das Einstudieren einfacher Schrittkombinationen und Rhythmen , z.B. aus der Weltfolklore,
dem Jazz-Tanz etc. fördern die Konzentration und die Frustrationstoleranz, vermitteln Strukturen und das Gefühl von Halt durch die Gemeinschaft.

Phantasiereisen (Kathatymes Bilderleben) eröffnen den Zugang zu  inneren Bildern, die sowohl die Schwingungsfähigkeit als auch die Gestaltungskräfte der Seele anregen. Die kreative Umsetzung solcher Bilder kann „unbewusste Lasten“ befreiend transformieren. Im Multimedialer Transfer unterstützen
spontanes Skizzieren, Malen oder Schreiben diesen klärenden Prozess.

 

Authentischer Tanz hilft, den persönlichen Ausdruck zu entfalten und stärkt die Identität.

Mittels entspannter, rhythmischer, lebhaftspielerischer und kraftvoller Bewegungen wird die Wechselwirkung echselwirkung zwischen dem Körper und den Gefühlen unmittelbar wahrnehmen, reflektiert und genutzt. Musik, Farben und Materialien verschiedenster Art (z.B. Stoffe, Bänder, Seile, Bälle...) laden dazu ein, bisher nicht entwickelte oder versteckte Seiten der Persönlichkeit befreit     

auszudrücken.

 

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Es werden keine künstlerischen Fähigkeiten erwartet, sondern Raum gegeben für das,

was die/den Einzelne/n innerlich bewegt, sodass sich „Unaussprechliches“ mitteilen kann.

 

Im Anschluss an die körpersprachliche Kommunikation findet ein Austausch statt, indem

sich oft eigene Erfahrungen leichter in Worte fassen lassen.

 

Nicht zuletzt durch die Auseinandersetzung mit dem Körperbild und dem Körperschema

wird ein sowohl positives als auch realistisches Selbstbild angestrebt.

 

 

   Zusammenfassung wesentlicher Ziele

 

.  Lebenskraft, -Freude und -Mut wieder entdecken.

  .  Akzeptanz für den eigenen Körper erlangen.

  .  Ein Wohlbefinden wecken und steigern.

  .  Das Bewegungs- und Verhaltensrepertoires erweitern.

  .  Die Konzentration trainieren und innere Struktur festigen.

      .  Ein realistisches Gespür für persönliche Stärken und Schwächen entwickeln.

  .  Das Ausloten eines stimmigen Umgangs mit Bedürfnissen nach Nähe u. Distanz.

      .  Innere Spannungen  (ausgelöst durch Ärger, Wut, Stress...) abbauen

      .  Erwerb von Fähigkeiten zur Beziehungsgestaltung und Lösung von Konflikten.

      .  Balance zwischen Eigenbestimmung und Anpassung finden.